Liebe Leselustige, dieser Blog soll den öden Alltag etwas leichter erträglich gestalten. Meine bevorzugten Genres sind Science Fiction & Krimis. Unten findet ihr einige meiner Bücher - auch als eBooks erhältlich.
Dienstag, 21. April 2026
LESUNG Agathas Geist ermittelt
In der Kürze liegt die Würze, liebe Freunde, das Cozy-Crime findet auf 300 Seiten statt! Dafür erhielt ich sogar in der Wiener Zeitung am 28.9.2021 eine Rezension!
Samstag, 18. April 2026
TODESPUNKT - Leseprobe
Ein kalter Windstoß wehte ihm ins Gesicht und seine Augen begannen zu tränen. Gleichzeitig merkte er, dass sie beide auf einem abschüssigen Gelände standen.
Vorsichtig spähte er herum, bemühte sich nicht abzurutschen, versuchte Claire zu stützen, konnte niemanden ausnehmen. Es war auch kein Ton zu hören, doch das konnte die Ruhe vor dem Sturm sein.
„Keiner mehr hinter uns!“ Lasziv steckte sie ihm ihre Zunge ins linke Ohr.
"Ich fürchte, so schnell geben unsere Verfolger nicht auf, Claire!"
"Und was sollen wir tun?", wollte sie wissen. "Uns auf sie stürzen wie der Zorn Gottes?"
"Ja, wie der Erzengel mit dem Flammenschwert!" So sehr er sich bemühte, so wenig konnte er in der Dunkelheit erkennen. Nur ihr bleiches Gesicht, welches ihm immer näherkam. Ihre roten Lippen öffneten sich zum Kuss.
Über ihnen kreiste knatternd ein Hubschrauber, dessen Abwinde wie ein Orkan wirkten. Eiskalt - die Klagen der kleinen Klima-Greta schienen erhört worden zu sein. Claire begann zu zittern.
"Mir ist kalt, wärme mich", forderte sie ihn mit fester Stimme auf.
Ihr Wunsch war ihm Befehl und er riss sich sein Hemd vom Leib, unter dem er nur ein weißes Feinripp-Shirt trug, legte es ihr fürsorglich um die Schultern und schien hingerissen von ihrem schönen Gesicht mit den feurigen Augen, umrahmt von ihrer wilden Mähne.
"Das genügt mir nicht", hauchte sie, „ich will mehr von dir!“
Die Worte seines Chefs fielen ihm ein 'Diese Schauspiel-Diva hat großes Anspruchsdenken', dennoch war er bereit ALLES für sie zu tun! Wirklich alles! Also fetzte er sich sein Feinripp-Shirt ebenfalls vom Leib und stand nun mit nacktem Oberkörper vor ihr.
„Das genügt mir nicht“, wiederholte sie, "reiß dir die Haut vom Leib für mich."
„Claire, wir werden praktisch von allen Hunden gehetzt und du verlangst Unmögliches von mir!“
„Wenn du mich liebst, dann tust du es“, stachelte sie ihn an. Ihre Pupillen weiteten sich in freudiger Erwartung.
Die Kälte kroch unbarmherzig an ihm hoch, verursachte ihm eine Gänsehaut und er schämte sich ob dieser Schwäche vor ihr. Zudem hörte er sich nähernde, laut knirschende Schritte, Hundegebell, das immer lauter anschwellende Knattern des Such-Hubschraubers und aufheulende Sirenen. In der Ferne tauchten die Lichtkegel von Taschenlampen auf. Entschlossen packte er sie an der Hand und zog sie hinter sich her.
„Komm Claire, wir müssen von hier fort“, rief er ihr zu, doch sie schien sich schwer zu machen, denn es war ihm fast nicht möglich sie von der Stelle zu bewegen.
„Jonas, tu es für mich!“, forderte sie ihn auf. „Dann bereite ich dir in New York eine Liebesnacht, wie du sie noch nie erlebt hast!“
Zu allem entschlossen wandte er sich zu ihr um und starrte in ihr bleiches Antlitz, dessen Augen ihn zu durchbohren schienen und dessen Mund sich vielversprechend öffnete. Rasch entriss sie ihm ihre Hand und nestelte an seinem Hosenschlitz herum.
Sein Smartphone schrillte. Habe ich es überhaupt eingesteckt, fragte er sich erschrocken und tastete in seine hintere Hosentasche. Vor ihm geriet Claire in Panik, ihre Schlafzimmeraugen vergrößerten sich, die Pupillen weiteten sich noch mehr, verdrängten die farbige Iris und ihr Mund klaffte weit auf.
"NEIN! Nimm das Gespräch nicht an, es wird uns auseinanderreißen!", flehte sie ihn an, ihre Blicke schienen ihn töten zu wollen.
Doch das Smartphone wollte nicht mehr verstummen, ihm wurde ganz schwummerig und er erwachte in den Morgenstunden in verkrampfter Sitzhaltung wie gerädert fassungslos vor dem Monitor seines Computers, auf dem ihm der Bildschirmschoner die Landschaft der Antarktis zeigte. Ihn fröstelte - er hatte total vergessen die Heizung einzuschalten. Zudem schmerzte ihn sein Kreuz von der unorthodoxen, verkrümmten Sitzhaltung.
Ein Blick auf das Display seines immer noch unbarmherzig Laut gebenden Handys zeigte ihm, WER da zu stören gewagt hatte.
"OMA! Du hast mich aus dem aufregendsten Traum meines Lebens gerissen!"
Das war eine Leseprobe meines Cozy-Crimes TODESPUNKT
Sonntag, 5. April 2026
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