Wir frequentierten dasselbe Fitness Center, ich schätzte ihn auf Mitte 30 und dachte, er will seine durch zu viel Junkfood aus der Form geratene Figur wieder in Form bringen. Aufgrund der Brille hielt ich ihn zuerst für einen Intellektuellen, dann aufgrund seines Star-Trek-Shirts für einen Science-Fiction-Fan. Jedenfalls kamen wir an der Bar ins Reden und da fing er an, mich zu interessieren. Bei einigen Bemerkungen ging ich mit ihm konform, je mehr er erzählte, umso gehetzter wirkte er.
"Was ist mit Ihnen los? Verfolgt Sie jemand?", fragte ich schließlich und wischte mir mit meinem Handtuch den Schweiß von der Stirn.
"Wen verfolgt niemand? Die einen die Ex, die andern die Steuer", scherzte er, sein schmutzig-blondes Haar trug er gescheitelt und zum Pferdeschwanz gebunden. "Mein ganzes Leben bin ich auf der Suche. Erst nach Erfolg, später nach Erkenntnis."
"Und? Haben Sie was gefunden?"
"Teilweise. Kennen Sie Philip K. Dick?"
"Den Schriftsteller? Sicher, Blade Runner war sein-"
"Er hatte recht", unterbrach er mich mit leiser Stimme, "wir leben in einer Simulation und sobald sich eine Variable verändert, -"
"Wollt ihr noch was trinken?", mischte sich das hübsche Mädel hinter dem Tresen ein.
Eigentlich wollte ich noch was bestellen, doch er schüttelte den Kopf und zog mich vom Hocker. "Kommen Sie, gehen wir woanders hin."
Wenig später standen wir in Straßenkleidung in der Seitengasse, er trug eine orange Latzhose, wodurch er einem Müllmann ähnelte. Aufgeregt deutete er zu seinem Skoda. Da ich noch nichts vorhatte, stieg ich ein. Auf der Fahrt stellte er sich vor: "Mein Name ist Lang."
"Meiner auch, ich heiße Scheftschenkotzky. Nennen'S mich Schef!"
Ohne auf meinen Witz einzugehen, fuhr er auf die Autobahn.
"Falls Sie über die Grenze wollen, ich hab meinen Pass nicht dabei", warnte ich ihn.
"Ich hab überhaupt keinen Pass, wegen der Fingerabdrücke."
"Werden Sie gesucht, Herr Lang?"
"Das nicht, aber sobald man denen die Fingerabdrücke gibt, kann man seine Identität nicht mehr wechseln."
Jetzt wurde mir klar, warum er so gehetzt wirkte. Wahrscheinlich hatte er schon öfter den Namen gewechselt. War der Kauz ein Psycho, ein Gestrauchelter oder nur ein Verschwörungstheoretiker, fragte ich mich.
"Warum haben all die Untergangsapostel falsch gelegen?", forschte er, wobei er mir einen kurzen Seitenblick zuwarf. "Zuletzt 2012?"
"Weil es keinen Weltuntergang gibt, zumindest nicht in den nächsten Jahrzehnten."
"Es geht nicht um den Untergang der Welt, sondern nur um den der Menschheit", behauptete er und beschleunigte. Der Skoda machte gut und gern seine 180 Sachen, wahrscheinlich auffrisiert. "Ich verrat Ihnen, warum wir alle noch ein halbwegs annehmbares Leben haben: Weil CERN 2012 die Zeitlinien verändert hat. Wir sind geshiftet."
"Echt?" Scheinbar verbrachte er seine ganze Freizeit auf YouTube. "Was arbeiten Sie eigentlich, Herr Lang?"
"Physiklehrer, ich versteh also was davon."
"Haben Sie Ihren Verdacht mit Ihren Schülern besprochen?"
"Momentan bin ich freigestellt."
"Verstehe."
"Das glaub ich nicht." Ein Lächeln umspielte seine schmalen Lippen. "Sie denken, ich hätte die Früchtchen mit Schwurbelei verdorben, oder?"
"Ja, das ging mir grade im Kopf rum", gab ich zu. "Wohin fahren wir eigentlich?"
"Zu einem Portal. Hab ich vor kurzem entdeckt. Es liegt in der Nähe vom Untersberg."
"Sie wollen bis nach Salzburg fahren?" Unglauben packte mich, dazu noch ein gerüttelt Maß an Nervosität.
"Ich kenn eine Abkürzung."
"Sagen Sie jetzt nicht, Sie können eine Verschränkung von Quanten ausnutzen."
"Das brauch ich nicht." Die Antwort endete in einem irren Gelächter und hinter uns ertönte eine Sirene begleitet von Blaulicht, das im Rückspiegel für Farbreflexe sorgte.
"Jetzt haben Sie mit Ihrer Raserei die Bullen angelockt."
"Keine Angst, die häng ich locker ab."
Was sollte ich machen? Ihm ins Lenkrad greifen? Ihm ins Gewissen reden? Beides zwecklos. Ersteres würde sofort zum Crash führen, zweiteres aufgrund der zu erwartenden erkennungsdienstlichen Behandlung mit Fingerabdrucknahme zu seiner totalen Verweigerung führen. Einem Irren ausgeliefert, das war mir auch noch nie passiert, ich wünschte mich nach Hause auf meine Couch vors Flat-TV mit 64 Programmen, doch davon war ich so weit entfernt wie ein Politiker von seinem Rückgrat. Mittlerweile war Lang auf den Pannenstreifen ausgewichen und raste weiter dahin. Die Sirene wurde leiser, er schien mehr und mehr Abstand zwischen sich und dem Arm des Gesetzes gebracht zu haben. Unfähig zu einer Bewegung schielte ich ihn seitlich an und wurde seines irren Lächelns gewahr. Mit mindestens 200 Sachen rauschte er die Abfahrt runter in einen Feldweg, wo er das Tempo endlich verlangsamte. Wir holperten dahin wie auf einem Ackergaul, ehe er endlich stoppte. Jetzt hätte ich einfach rausspringen und davonrennen sollen, dann wären mir die weiteren Ereignisse erspart geblieben. Doch ich saß da wie das Kaninchen vor der Kobra.
"Sauber abgehängt", lobte er sich. "Früher fuhr ich mal Rennen."
"So Wagenrennen wie Ben Hur in einem früheren Leben?"
"Nein, vor über zehn Jahren. Wo war ich ... ah ja, ich war vorhin kurz davor, Ihnen mein Geheimnis zu entlüften."
"Sie müssen mich hoffentlich nicht töten, nachdem Sie's mir enthüllt haben?"
"Sie scheinen leicht pessimistisch zu sein."
"Bei den heutigen Zuständen?" Allmählich gewann ich wieder meine Fassung zurück. "Lieber Herr Lang, ich sag Ihnen jetzt was-"
"Vergessen Sie nicht, was Sie sagen wollten", riet er mir, "aber zuvor muss ich Sie noch ins Gesamtbild setzen. Es ist nämlich so, dass - "
In dem Moment machte sich mein iPhone in der hinteren Hosentasche bemerkbar. Ich holte es automatisch hervor und ein schwaches Gefühl plötzlich einsetzender Sicherheit überkam mich, denn sollte mich Lang in einem Anfall von Wahnsinn töten, dann könnte man immerhin meine Spur zu ihm zurückverfolgen - sofern er auch ein Mobiltelefon in seiner Latzhose mit sich führte. Während ich also das Gespräch annahm, legte er den Retourgang ein und schob zurück.
"Ali!", hörte ich die schrille Stimme meiner Ex, "könntest du schnell zu mir rüberspringen und mir bei einem Transport helfen?"
Lang hörte mit, das sah ich an seinem süffisanten Grinsen.
"Tut leid, Birigt, aber ich bin gar nicht in Wien."
"Aber heut ist erst Donnerstag, machst du früher Wochenende?"
"Sieht fast so aus", antwortete ich ihr, was sie offenbar als Häme auffasste, denn sie legte einfach auf. "Typisch Frau!"
Inzwischen bog Lang auf die Bundesstraße Richtung Salzburg ein. "Ja, das kenn ich, hab ich schon abgeschafft. Sie heißen Ali?"
"Alfons, Ali ist die Abkürzung." Ich steckte das Handy wieder ein. "Tolle Erfindung, bin gespannt, was als nächste Erfindung kommt."
"Sehen Sie, Ali, der Mensch braucht keine neuen Erfindungen mehr, die Amerikaner haben zirka 9.000 Patente verboten. Weil diese nämlich die herrschenden Machtstrukturen zerbröseln würden, manche schaffen's nichtmal zum Patent, darunter ein Motor, der mit Wasser angetrieben wird, simples H-zwei-0, verstehen Sie? Hat ein gewisser Stanley Meyer erfunden und wurde deshalb vergiftet."
Mir wurde mulmig. Im Skoda roch es auf einmal verbrannt. Ob das Motoröl leckte und auf heiße Motorteile tropfte, ein Keilriemen überhitzt war oder es an einer verbrannten Kupplung lag, vermochte ich nur zu erahnen. Am Horizont ging die Sonne unter, sinnbildlich für mein kommendes Schicksal. Wenigstens fuhr er jetzt ein vernünftiges Tempo, das uns nicht wieder ein blau-leuchtendes Radau-Anhängsel einbringen konnte. Am Straßenrand reihten sich Anhalter beiderlei Geschlechts auf.
"DA!", rief ich aus. "Die eine Hitchhikerin sah fast so aus wie Rachel aus Blade Runner, Sie sind doch so ein Fan von diesem Dick."
"Ich nehme grundsätzlich keine Fremden mir", brummte er. "Sie hab ich nur ins Vertrauen gezogen, weil sich Sie schon aus dem Fitt-Inn kenne. Was ich vorhin über das große Gesamtbild sagen wollte..."
Jetzt wird's spannend, dachte ich. "JA?"
Es war wie verhext, gerade als er wieder davon anfing, krachte es vor uns und Lang trat auf die Bremse. Ein PKW war einem LKW ins Heck gekracht.
"Verdammt, wir müssen helfen", bedauerte er und sah mich auffordernd an, als erwarte er, dass ich widerspreche.
Wir stiegen beide aus und wieder hätte ich die Möglichkeit gehabt, mich relativ unauffällig zu absentieren. Allerdings bin ich immer schon ein verantwortungsvoller Mensch gewesen, außerdem hatte Lang mit seiner Story meine Neugier geweckt. Hatte er tatsächlich ein Portal entdeckt? Warum wollte er es mir unbedingt zeigen? Brauchte er einen Zeugen?
Der LKW-Fahrer trottete mit einem Ich-habs-ja-gleich-gewusst-Blick zu dem gecrashten PKW, einem VW Polo, dessen Airbag seine Lenkerin vor größerem Schaden bewahrt hatte. Sie blickte wie ein abgestochenes Kalb von einem zum andern.
"Können'S net aufpassen?", keifte der Lastwagenfahrer, während er den Blechschaden begutachtete. "San'S Vollkasko versichert?"
"Ich fürchte, die Dame weiß nicht einmal mehr Ihren Namen", mutmaßte ich.
"Doch, ich heiße Tatjana Dettmann", antwortete sie.
"Des a no, a Deitsche!", giftete sich der Trucker, während er sich in die Hosentasche griff, um sein Handy rauszuholen. "I ruaf die Polizei!"
"Nicht nötig, ich muss um 21 Uhr in Salzburg sein", gestand die Lenkerin - zirka Mitte Zwanzig, Puppengesicht sowie Modelmaße - und stieg aus. Ihrem Portemonnaie entnahm sie eine Visitenkarte, reichte sie dem Unfallgegner, holte ein Kosmetiköfferchen aus ihrem Kofferraum und wandte sich an uns: "Würden Sie mich bitte dorthin bringen?"
"Wunderbar, das liegt auf unserer Route", sagte ich.
"Nein, ich fahr nicht bis nach Salzburg, nur in die Nähe", erinnerte mich Lang. Seine Augen funkelten hinter seiner Brille zornig auf.
"Ist mir auch recht, aber bitte schnell", hauchte sie und stieg hastig in den Skoda. "Glück im Unglück, dass ich so hilfsbereite Herren getroffen habe."
Na, du wirst dich noch wundern, dachte ich, sagte aber nichts. Der LKW wurde im Rückspiegel immer kleiner. Tatjana gefiel mir, sie stellte sich als Gegenteil meiner Ex raus: Blond, blauäugig, sehr hübsch und vor allem mucksmäuschenstill. Dennoch wollte ich ein Gespräch in Gang bringen und beugte mich zu ihr nach hinten.
"Haben Sie die Visage von dem Brummi-Piloten gesehen? Erinnerte mich stark an eine 3 Tage alte Wasserleiche."
Sie quittierte meinen Witz mit einem kurzen Lächeln.
Das schien Lang nicht zu passen: "Egal wie der aussah, Frau Dettmann ist jedenfalls schuld am Unfall."
Damit hatte er ihr einen verbitterten Ausdruck ins Antlitz gezaubert. Widerwillig nahm ich meine normale Sitzposition ein und plauderte weiter: "Wissen Sie, Frau Dettmann, unser Chauffeur ist ein Fan von Philip K. Dick."
"Oh, von dem kenn ich ein paar Filme, Total Recall, Blade Runner und wie hieß der andere, wo das erschossene Kind ein Roboter war?"
"Screamers - Tödliche Schreie", knurrte Lang.
"Richtig", bestätigte Tatjana, "uii, dort vorn ist eine Straßensperre."
Abrupt bremste Lang den Wagen ab, noch bevor wir uns an den letzten im Stau stehenden Wagen anschließen mussten. "Das passt mir gar nicht."
"Wenn Sie ein bisschen zurückschieben, könnten wir seitlich abfahren und uns in einem Gasthaus erfrischen", schlug sie vor.
"Super Idee!" Lang strahlte und führte das Manöver aus.
Ich wunderte mich etwas, dass die Hübsche nicht gefragt hat, warum ihm die Sperre nicht passt, sondern gleich eine Lösung ersann. Den Grund dafür sollte ich erst später erfahren. Jedenfalls parlierte sie eloquent weiter.
"Ich kenne auch den Lebenslauf von diesem Science Fiction-Autor. Er verlor schon als Baby seine Zwillingsschwester."
"Zufällig habe ich auch eine tote Zwillingsschwester. Meine starb zwar erst vor 11 oder 12 Jahren, hatte aber auch dunkle Haare", erzählte Lang.
Na, da haben sich ja zwei Kenner gefunden, dachte ich. Die beiden Dick-Fans quatschten noch über das Ableben von Langs Schwester, fast wären Tatjana die Tränen gekommen. Endlich landeten wir in einem Kaff, das ein Gasthaus mit Namen 'Bei Reserl' für uns bereithielt. Drinnen empfing uns der aufgestaute Mief vom vergossenen Bier und gefressenen Schnitzeln. Die Bedienung wirkte wie aus einem Heimatfilm entsprungen, ein rosa Dirndl mit grüner Schürzte und Pippi-Langstrumpf-Frisur. Wir bestellten drei Kaffee, einen Toast und ein Paar Würstel mit Kren. Tatjana eilte aufs WC und ich sah ihr sehnsüchtig nach.
"Mich wundert, wieso die Puppe so schnell die Straßensperre bemerkt hat, schneller als ich", raunte mir Lang zu. "Was die wohl in ihrem Köfferchen mit sich rumträgt, einen abgeschlagenen Kopf?"
"Na klar, den hält sie jetzt am Klo kurz unters kalte Wasser, damit er nicht zu stinken anfängt", scherzte ich. "Unser Model!"
"Für'n Model ist die viel zu klein, höchstens 1,68!"
Nebenan füllte sich der Stammtisch mit fleischgewordenen Deix-Figuren, die angeregt über die EU debattierten, was nicht ohne unflätige Ausdrücke über die Bühne ging. Rechtzeitig zu Tatjanas Rückkehr - sie trug jetzt passend zu ihrem Jeansanzug eine Baseballkappe - servierte 'Reserl' verbrannten Toast, aufgesprungene Würstel und drei immerhin trinkbare Kaffees. Obschon zwischen großem Braunen, Melange und Capucchino optisch kein Unterschied bestand. Tatjana aß nichts, kannte wohl das Lokal, ihrem nun beschatteten Gesicht konnte man keine Mimik entnehmen. Fünf Minuten später zahlte ich 50 Euro für die gastronomische Minderqualität und so konnten wir das Gasthaus verlassen. Der April macht bekanntlich, was er will, daher empfing uns draußen heftiger Regen. Langs dreckig-grauer Skoda zeigte aus Freude darüber wieder seine ursprünglich rote Farbe, er verfügte über kein Navi, dafür sein Eigentümer über einen Kompass in seiner Armbanduhr. Nach einem kurzen Blick drauf, wendete er den jetzt fast sauberen Wagen und erreichte nach kurzer Zeit eine Autobahnauffahrt. Im hellen Kegel der Scheinwerfer prasselten mittlerweile Hagelkörnchen wie ungeschliffene Diamanten auf die Fahrbahn.
"Sieht nicht so aus, als würden Sie um 21 Uhr in Salzburg ankommen", machte ich Tatjana wenig Hoffnung.
"Er ist ein Defätist", zischte Lang zwischen zusammengebissenen Zähnen hervor.
"In Ihrem Auto riecht es irgendwie verbrannt", bemerkte sie.
"Kann sein, ich nehm ab und zu einen Raucher zur Arbeit mit", behauptete Lang und schaltete das Radio ein, um den 20-Uhr-Nachrichten zu lauschen.
Nach den üblichen Katastrophenmeldungen aus Politik und Wirtschaft meldete uns die Sprecherin auch eine lokale Neuigkeit: "Ein Geldtransporter wurde nahe St. Pölten überfallen und die Insassen beide erschossen. Laut Zeugenaussagen flohen mindestens drei schwarz vermummte Täter, bei einem davon soll es sich um eine Frau handeln. Das Wetter: Regen und Hagel-" Lang schaltete abrupt aus.
"Immer dasselbe", knurrte er. "Einmal möcht' ich erleben, dass die Obrigkeit zugibt, wir sind nicht allein im Universum."
Lenkte er ab, fragte ich mich, vom möglichen Inhalt des kleinen Kosmetikkoffers unserer Anhalterin? Konnte sie die Frau aus dem diabolischen Trio sein oder befiel mich eine plötzliche Paranoia? Im Rückspiegel sah ich ihre glitzernden Augen, mit ihrer Kappe fächelte sie sich Luft zu.
"Der Geruch kann unmöglich von einem Raucher stammen", sagte sie. "Mein Bruder hatte einmal einen Kabelbrand in seinem Volvo, das roch exakt genauso."
"Wollen'S aussteigen?" Langs Stimme klang beinahe hoffnungsvoll.
"Nein, ich werde das Fenster öffnen."
Der Geruch besserte sich, die Stimmung nicht. Vor allem, da meine Ex wieder anrief.
"Was ist? Bist du schon zurück in Wien?"
"Birgit, ich sitze mit einem guten Freund und einer reizenden Anhalterin im Auto nach Salzburg, ich kann dir leider nicht helfen."
"Macht nix, ich hab ja noch Schlüssel zu deiner Wohnung, ich helf mir selber!", kreischte sie und legte auf.
Meine Aussichten hatten sich also nochmal verschlechtert: Mit einem vermutlich wahnhaften Freak am Steuer, einer kriminellen Sexbombe am Rücksitz sowie zudem noch einer nachtragenden Ex in meiner Wohnung. Schlimmer konnte es nicht kommen - doch ich sollte mich irren.
FORTSETZUNG FOLGT