Ein lieber Freund erzählte mir, er hätte in einem Restaurant einen Lemming-Millionärsfisch verspeist. Natürlich erkundigte ich mich nach dieser speziellen Sorte, wo sie daheim war und wie sie aussah und schmeckte. Darauf erwiderte er nonchalant, er wisse nicht, was genau das für eine Spezies sei, doch hätte er in dem Restaurant bestellt, ohne auf die Preise zu achten und fühlte sich beim Bezahlen wie ein Millionär, der in Ermangelung seiner Millionen wie ein Lemming ins Meer gesprungen wär. Geschmeckt hätte das teure Tier wie eine Papierserviette, die man zuerst in eine undefinierbare Soße getaucht und danach ein wenig zu lang gedünstet hätte, dafür waren die kargen Beilagen wenigstens schmackhaft.
"Was willst du?", erlaubte ich mir die Frage, "die Meere sind total überfischt, mich wundert, dass überhaupt noch was drin rumschwimmt, das noch essbar ist, außer Seegurken, diese Wesen, die aussehen, als wären sie einem Albtraum entsprungen."
Da fiel mir selbst eine Episode ein, in der ich beim Bezahlen der Rechnung fast einem Herzanfall erlegen wär: Vor über 10 Jahren lud ich eine damalige Freundin zum Essen ein und sie bestellte sich Norwegischen Lachs! Der kostete 25 Euro und mir eine schmerzhafte Transplantation meiner damals geringen Barschaft in die Restaurantkassa. Unnötig zu bemerken, dass die Freundschaft nimmer lang dauerte...

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